Nixie Uhr

Nixie Uhr

 

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Die „Numeric Indicator eXperimental No. 1“, kurz Nixie-Röhre, gibt es schon seit 1957. Die Röhre funktioniert wie eine Glimmlampe. Innendrin ist aus Draht eine Ziffer gebogen, diese stellt gleichzeitig die Kathode dar. Um die Ziffern herum befindet sich ein gebogenes Blech mit vielen gestanzten Löchern, dieses stellt die Anode dar. Liegt jetzt eine Spannung an, kommt es zum glühelektrischen Effekt und die Ziffer fängt an zu Leuchten. Damit der Draht nicht oxidiert befindet sich diese Anordnung in einer Glasröhre, welche mit einem Edelgas (z.B. Neon) gefüllt ist.

Diese Möglichkeit der Darstellung von Zahlen und Buchstaben kam in den 50er Jahren auf. Das Prinzip ist aber schon seit den 1920ern bekannt. Später wurden die Anzeigen von Leuchtdioden (1960er Jahre), Floureszenzanzeigen (1960er Jahre) und LCD-Anzeigen (1970er Jahre) verdrängt. Insgesamt gab es nur eine recht kurze Zeitphase in welcher diese Art der Anzeige benutzt wurde. Anwendungsbeispiel: Ich verwendete diese Art der Röhren um eine tolle Uhr für meinen Nachttisch zu basteln. Der Vorteil einer solchen Uhr ist neben dem schicken Design auch das einfache Ablesen der Ziffern bei Dunkelheit, ohne das die Helligkeit beim Einschlafen stört.

Im Handel gibt’s zwar auch fertige Nixie Uhren zu kaufen, deren Preis ist aber zumeist unverschämt hoch und besonders originell sehen die auch nicht aus. Ich bestellte mir also im Internet eine bereits geätzte Platine und einen fertig gebrannten Atmega zum Steuern der Röhren, weil ich zu faul war selbst zu programmieren. Die restlichen Bauteile besorgte ich mir ohne große Umstände beim örtlichen Elektronikladen. Insgesamt betrugen die Baukosten ca. 65AC, woran die Röhren den größten Anteil hatten. Die Bauphase dauerte ca. 2 Tage und verlief problemlos (bis auf einen kleinen Stromschlag mit 100V Wechselspannung), wenn man die kleinen Tricks zum Löten der vielbeinigen Röhren beachtet und daran denkt, dass die Platine beim Einstecken des Netzteils WIRKLICH unter Strom steht.

Ich bestellte mir die Platine bei pvelectronics.co.uk weil ich zu faul zum selberätzen war. Die Kosten hielten sich mit ~65€ (Platine + Bauteile@Reichelt) eigentlich auch in Grenzen.

Ich gebe gerne Tipps zum Nachbauen, falls ihr welche braucht!

 

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